elisabeth hahnke coach und trainerin

Märzwort: Gewissheit

Mantra für den Monat März: Ich bin geborgen im Leben.

(Diese Folge von #strategyandgingertea widme ich meinen mutigen Coaching-Klienten. Ihr seid inspirierend.)

Du triffst eine Wahl. Du entscheidest Dich,
…Deinen Job zu kündigen, eine große Reise zu machen, eine Familie zu gründen, Dich unendlich zu lieben, Deine Größe zu zeigen, das Café aufzumachen, die Wunder reinzulassen, einen Hund zu kaufen, Deinen Eltern zu vergeben, Dich selbstständig zu machen, eine Auszeit zu nehmen, einen Reiseführer zu schreiben, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen.
Es scheint fast so, als ob Dich diese Wahl trifft. Du stimmst zu. Es fühlt sich wunderbar an. Du bist angekommen. Das ist es, was Du willst. Wärme breitet sich in Deinem Körper aus. Freude und tiefes Vertrauen. Du bist angekommen.

Moment mal. Nicht so schnell. Warte doch mal, Elisabeth!
Aber was denn?

Na, aber was wenn…
…es doch nicht die richtige Wahl ist? …die Leute reden? …ich damit nicht genug Geld verdiene? …ich mich lächerlich mache? …ich das gar nicht kann? …keiner in mein Café kommt? …ich mich auf meinem Weg verirre?

Willkommen, Angst. Da bist Du ja. Und sehr pünktlich. Verlässlich wie immer. Und hast Du Deine Freundin „Selbstabwertung“ mitgebracht? Nein? Diesmal deinen Kumpel „Widerstand?“ OK. Dann weiß ich ja, auf was wir uns gefasst machen müssen. Halleluja!
Es ist, als ob wir die Uhr danach stellen könnten. Wir treffen eine Entscheidung aus dem Herzen. Es fühlt sich so gut an. Wir spüren die Energie in uns, die wir brauchen um loszulegen. Aber wartet mal, zieht da nicht jemand von hinten an mir? Streut da nicht jemand seine kleinen Zweifel zwischen meine Liebe? Hallo, Angst.

Und in welcher Form tauchst Du heute auf? Welches Gewand, hast Du Dir diesmal übergeworfen?

Hast Du…
Angst zu scheitern oder erfolgreich zu sein?
Angst nicht gesehen oder gesehen zu werden?
Angst zu klein oder zu groß zu sein?
Angst geliebt oder nicht geliebt zu werden?
Angst vor Verantwortung oder vor Hilflosigkeit?

Was wir jetzt anstatt Angst, brauchen ist Gewissheit. Gewissheit, dass wir alle Ressourcen in uns tragen, um unsere Vision zu realisieren. Gewissheit, dass Menschen uns begegnen, die uns dabei unterstützen. Gewissheit, dass wir uns finanziell auf sichere Beine stellen können. Gewissheit, dass wir selbst sehr genau wissen, was uns wertvoll und wichtig ist. Gewissheit, dass wir auf den unterschiedlichen Wegen vom Leben unterstützt werden. Gewissheit, dass wir nach jedem Stolpern und Fallen wieder aufstehen und weitergehen.
Nur, wie kommen wir von der Angst in die Gewissheit?

Schritt 1: Wähle die Liebe!
Jetzt geht es erst um die eigentliche Wahl. Jetzt krempeln wir unsere Ärmel hoch. Jetzt entscheiden wir: Angst oder Liebe? Wem folgen wir?
Folgen wir der Liebe, dann folgen wir der Wärme in uns, der Vision die uns mit Freude erfüllt.
Folgen wir der Angst, folgen wir den Zweifeln, den eigenen inneren Begrenzungen von „was geht und was nicht geht“. Folgen wir der Liebe, dann folgen wir den unendlichen Möglichkeiten, die unser Leben für uns bereithält. Folgen wir der Angst, dann folgen wir der Vergangenheit und schreiben diese endlos fort.
Triff Deine Wahl!

Schritt 2: Die Angst als Illusion entlarven
Schreibe Dir alle Deine Zweifel auf. Lass keinen aus. Schau Deiner Angst in die Augen. Was sagt sie? Schreibe einen Brief aus Sicht Deiner Angst. Höre genau hin und bring die negativen Gedanken ans Licht:
„Liebe Elisabeth, hier spricht Deine Angst. Ich glaube nicht daran, dass Du heilsam in der Welt wirken wirst. Ich denke, Du bist viel zu klein und hast keine Chance. Ich finde im Übrigen Deine Blogartikel komisch und peinlich. Ich habe keine Ahnung, von welchem Licht und welcher Liebe Du sprichst und wahrscheinlich denkst Du Dir alles aus, um das Leben erträglicher zu gestalten. Außerdem finde ich, dass Du keinen Onlinekurs machen solltest. Das machen schon so viele und ich finde es wirklich anmaßend, dass Du glaubst, den Leuten irgendwas beibringen zu können. Wo wir schon dabei sind, wirst Du ja langsam alt. Du hast immer noch nichts Wertvolles zustande gebracht. Irgendwann bist Du eh zu alt für Deine Ideen. Ach, und habe ich erwähnt, dass Du dicke Beine hast? Deine Angst.“

Schau Dir Deine angstvollen Gedanken an, überprüfe sie: Sind sie wahr? Schreibe einen Brief aus der Perspektive Deiner Vision/Deiner Liebe zurück und entkräfte die Argumente Deiner Angst. Entlarve sie als Illusion:

„Liebe Angst, hier spricht Elisabeths Vision. Ist Dir eigentlich klar, dass Elisabeth ein Bildungsunternehmen gegründet hat, durch das bereits über 4.000 Jugendliche ihre Chance auf eine großartige Bildungskarriere erhöht haben? Das sich 6.000 Studierende dafür engagieren mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu ermöglichen? Weißt Du eigentlich, dass sie mit über 3.000 Menschen in Coachings und Trainings gearbeitet hat? Und selbst wenn es diese Zahlen nicht gäbe, ist Dir nicht klar, dass allein die Absicht heilend zu wirken, schon einen riesen Unterschied macht? Ja, klar, ist sie nur ein einzelner Mensch. Aber sie ist nicht allein. Sie ist verbunden mit Millionen Menschen, die für einen liebevollen Wandel arbeiten. Sie hat eine wunderbare Familie, Freunde und liebe Kollegen, die sie alle unterstützen. Weißt Du, ich verstehe Dich ja. Du fühlst Dich klein und verwundet. Weißt Du was? Ich begegne Dir mit Liebe. Komm einfach in meine Arme und lass Dich halten, dann weißt Du auch von welchem Licht sie spricht. Du hast Recht, dass es schon viele Menschen gibt, die Onlinekurse anbieten. Es gibt auch viele Menschen, die Eis verkaufen oder Autos bauen. Ich sehe da keinen Zusammenhang zwischen Deinem Argument und Elisabeths Wunsch. Ich finde, sie sollte das ausprobieren, was sie in ihrem Herzen trägt. Immerhin ist es ihr Leben, nicht wahr? Einen Raum zu schaffen, indem Menschen Entscheidendes über sich lernen können, ist ein Geschenk und keine Anmaßung. Eine Anmaßung ist es, jemanden zu sagen, wie sie ihr Leben führen soll und das, meine liebe Angst, machst Du mit Elisabeth. Auf den Rest gehe ich gar nicht ein, das ist sogar mir zu doof. Weißt Du was, ich habe Dich lieb. Ich kann einfach nicht anders. Deine Vision.“

Wie fühlst Du Dich jetzt? Was ist anders?
Ich fühle mich geklärt und befreit. Es kann wirklich sehr humorvoll sein, auf diese Art zwischen unserer Angst und unserer Liebe zu verhandeln.

Schritt 3: Integriere Deine angstvollen Gefühle
Die Angst taucht immer zuerst als Gedanke auf. Weil sie ihren Kumpel Widerstand dabei hat, drücken wir diese angstvollen Gedanken meist weg und übergehen sie. Da Angst aber bewusst werden will, damit wir sie ins Licht heben können, wird sie in Dir Gefühle auslösen. Auf Gefühle reagieren wir stärker als auf Gedanken, da wir sie körperlich wahrnehmen. Angst manifestiert sich dann als vages Unwohlsein. Wir fühlen uns schlapp, unmotiviert, ärgerlich, traurig, verletzt, wütend, klein…und wissen gar nicht warum.

Wenn Du mit Widerstand auf diese Gefühle reagierst: „Geht weg!“, werden sie stärker. Du integrierst angstvolle Gefühle, indem Du sie wertfrei fühlst. Du konzentrierst Dich auf das Gefühl in Deinem Körper und spürst – ohne Beurteilung – hin. Es ist sehr wichtig, dass Du Dich jetzt nicht in Geschichten in Deinem Kopf verrennst, sondern dass Du Dich lediglich auf das Gefühl in Deinem Körper konzentrierst und es so sein lässt. Du betrachtest es sogar liebevoll und neugierig. Sei geduldig mit diesem Gefühl in Dir. Du bist da. Es ist da. Alles ist in Ordnung. Dann beobachte was geschieht. Es wandelt sich. Vielleicht muss sich dieses unangenehme Gefühl erst seine Bahn brechen. Du weinst oder wirst wütend. Bleib dran, schau liebevoll hin und lass es zu. Wenn die Energie abgeflossen ist, entsteht ein neuer Zustand. Viele beschreiben ihn als Ruhe, Frieden oder Liebe.

Gewissheit entsteht, indem wir durch unsere Angst hindurchgehen.
Ich habe für Dich eine Meditation aufgenommen, mit der Du Deine Angst integrieren kannst. Mach sie nur, wenn Du im Moment mit Ängsten zu tun hast.


Schritt 4: Geh auf Deine Vision zu!

Du bist durch die Angst gegangen. Gewissheit stellt sich ein. Jetzt legst Du mit Deinem ersten Schritt los. Die Wahl ist längst getroffen. Immer wieder wirst Du diesen Kreislauf aus Herzensentscheidung und Angst durchlaufen. Je mehr Du trainierst, der Liebe zu folgen, desto stärker wird die Gewissheit in Dir.

Dessen bin ich mir gewiss.

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8 Gedanken zu “Märzwort: Gewissheit

  1. Ramona Hahnke

    Du liebe,ich liebe deine blog Artikel und besonders die Meditation!
    Es ist so hilfreich und ja ,es ist wunderbar ,der Angst einen Brief zu schreiben,wenn auch zu beginn etwas komisch,aber dann wollten die Gedanken nur so aus meinem Kopf purzeln……Danke,eine tolle Idee!

  2. Rebecca

    Liebe Elisabeth, ich freue mich, immer mehr von dir zu sehen und zu lesen. Deine Meditationen sind ganz wunderbar und ganz besonders einzigartig. <3 Liebste Grüße!

  3. Alev Nil

    Liebste Elisabeth,
    ich liebe deine Blog-Artikel!
    Sie spenden einem immer Trost & Rat, wenn man sie braucht. Und ein Lächeln auf dem Gesicht.
    Bitte mach so weiter, wir brauchen Dich!
    Liebste Grüße,
    Alev

  4. Maria Elena

    Liebe Elisabeth,
    alleine nur Deinen Blog zu lesen macht schon Freude. Du hast die Gabe, aufzuzeigen wie die Dinge sind und mit liebevollen Humor uns Mut zu machen, sich dem zu stellen oder es aus einer anderen Perspektive zu sehen. Mach weiter so!
    Herzlichst Maria Elena

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