elisabeth hahnke coaching und training

Wie Du in wenigen Schritten mit dem Kämpfen aufhören kannst!

Mit dem Kämpfen ist es so eine Sache. Kämpfen kann großartig und kraftvoll sein, wenn Du FÜR etwas kämpfst – für Deine Liebe, für Deine Gesundheit, für Deine Träume.

Nur, wenn Du gegen Dich selbst kämpfst, dann wird es ungemütlich. Vor allem wenn Du gegen Widerstände kämpfst. Die werden nämlich mit jeder Attacke kräftiger. Innere Widerstände verwandeln sich von allein, wenn Du ihnen den Raum dazu gibst. Wie Dir das gelingt, teile ich in diesem Artikel!

Nimm irgendeine Situation, in Deinem Leben, die Dich belastet. Ein Streit, eine verloren gegangene Liebe, ein Job in dem Du unzufrieden bist, das Scheitern eines Traumes… you name it. Jeder von uns, ausnahmslos jeder Mensch auf dieser Welt, ficht seine Kämpfe aus. Mit sich selbst, mit dem Leben, mit Gott, mit der Natur, mit anderen Menschen, mit dem eigenen Körper, mit seinen Gedanken… Nur habe ich noch niemanden getroffen, der seine Kämpfe gewonnen hat!

Denn je mehr wir uns an unseren Monstern abarbeiten, desto realer werden sie. Sobald ich gegen etwas bin, das bereits Teil meiner Wirklichkeit ist, bin ich gefangen. In genau dem Spiel, dass ich nicht spielen möchte. Leg Dein Schwert einen Moment nieder. Du brauchst es nicht, um gegen Deine Widerstände zu kämpfen. Du brauchst Dein Schwert manchmal, um Dir Deinen Weg zu bahnen. Aber nicht, um Dir weh zu tun.

Schau, wenn Du gegen Deine Angst kämpfst, Deine Traurigkeit verfluchst, Deine Wut verurteilst, Deinen Körper beschimpfst, Deine/n PartnerIn verändern willst oder verzweifelst, weil sich ein Traum (noch) nicht erfüllen wollte – dann kämpfst Du in Wirklichkeit gegen Dich selbst. Das geht einfach niemals gut aus und es tut weh. Komm, entscheiden wir uns gemeinsam, dass wir uns keine Schmerzen mehr zufügen wollen!

Es gibt einen anderen Weg, mit unseren Widerständen umzugehen. Dazu müssen wir verstehen, warum wir überhaupt in eine Reibung mit uns selbst geraten: Wenn ich im Widerstand mit etwas in meinem Leben bin, dann versuche ich es vor mir selbst zu verstecken. Was ungefähr so effektiv ist, als wenn ich mir die Augen zuhalten würde und sagte: „Jetzt bin ich weg!“ Warum wollen wir etwas vor uns verstecken? Ganz einfach: Es macht uns Angst. Und das will niemand spüren. Deswegen gehen wir über die Sache hinweg, oder wir analysieren sie zu Tode. Um nicht fühlen zu müssen, hauen wir ab und verstecken uns selbst in unserem Kopf! Oder wir verneinen diese Sache: „Nein!! Das ist NIE passiert! Ich habe nicht die falsche Abbiegung genommen, mein Leben passt zu mir!“

Jetzt stell Dir mal vor, dieses „etwas“ in Deinem Leben wäre ein Kind. Es weint und ist traurig. Aber was machst Du? Du stellst es in die Ecke und sagst: „Dich gibt es gar nicht!“ Keine gute Idee. So funktioniert es in Deiner inneren Welt auch. Du kannst keinen Teil von Dir abschneiden und meinen, das gäbe es jetzt nicht. Und Du kannst keinen Aspekt Deines Lebens mit einem Kick von Dir weg katapultieren.


Aber… Du kannst Deinen Widerstand in Liebe annehmen. Zu Dir nehmen. Und Dich trauen, zu spüren welche Emotionen er in Dir auslöst. Das erfordert Mut. Wirklich viel Mut! Du machst Dich verletzlich, denn Du öffnest Dich für einen Teil Deiner Wirklichkeit, vor dem Du Dich fürchtest. Jetzt beobachtest Du gütig und mitfühlend den Gefühlssturm, den dieses Annehmen in Dir auslöst. Du kommst zur Ruhe. Anstatt gegen Windmühlen zu kämpfen, wirst Du einen Moment still und nimmst Deinen Widerstand an. Beobachte, wie sich die Emotionen verändern: Wut wird zur Trauer, Trauer zur Angst oder umgekehrt. Bis es gut ist und es in Dir still wird. Ist das vielleicht Liebe, die Du jetzt fühlst? Du bist mitten in einer Transformation!

In der Stille frage Dich: „Welches Geschenk liegt für mich und mein Leben, mein Wachsen, in dieser Situation?“ Höre Dir zu. Du bist Dein größter Lehrer! Wenn Du die Botschaft wahrnimmst, dann nimm auch diese in Dein Herz. Du spürst Freude aufsteigen, Deine Lebendigkeit und eine neue Klarheit. Du weißt was zu tun ist. Jetzt springst Du in Deine neue, vollständige Wirklichkeit.

Bedanke Dich für diesen Prozess bei Dir! Schau, wie sich der Widerstand in ein Geschenk verwandelt hat. Du hast ihn integriert und etwas Neues ist entstanden.

Chapeau!

Und dieser Artikel als Tweet ausgedrückt: Tauche alles in die Liebe, die in Dir ist! Einfach alles! Alles, alles, alles! Das ist immer die Abkürzung.

Alles Liebe, Du mutiger Mensch!

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7 Gedanken zu “Wie Du in wenigen Schritten mit dem Kämpfen aufhören kannst!

  1. Nine

    Das klingt so einfach, aber es ist unwahrscheinlich schwer.

    Liebe Elisabeth, hast du Tipps wie man diese Idee am besten umsetzen kann?

    Viele Grüße

    Nine

    1. Elisabeth Post author

      Liebe Nine, es fühlt sich schwer an, aber es ist in Wirklichkeit leicht. Wenn Du einen Widerstand körperlich spürst, obwohl Dir die Sache wichtig ist und Du Deinen Widerstand überwinden willst, dann ziehe Dich einen Moment zurück. Atme, werde still, beobachte. Lass den Widerstand auftauchen, lass die Gefühle die er mitbringt zu, beobachte die Gedanken, die kommen. Nimm wahr. Ohne Dich davon beeindruckt zu zeigen und ohne Dich mit diesen Gedanken und Gefühlen zu verwechseln. Denn letztendlich sind es “nur” Gedanken und Gefühle, also sehr flüchtige Energien: Du bist nicht Dein Widerstand, Du bist nicht Dein Kämpfen, Du bist nicht Deine Zweifel, Du bist nicht Deine Ängste, Du bist nicht Deine Gedanken – Du bist vielmehr der Raum, in dem all das auftaucht und wieder verschwindet. Indem Du zulässt, was eh schon ist (“so ist das gerade”), kann es durch Dich hindurch ziehen und sich wandeln. Wenn Du Dich nicht traust, diesen Prozess allein zu machen, dann bitte eine Freundin, eine Meditationslehrerin oder einen Coach für Dich den Raum zu halten. Es erfordert schon einiges an Übung. Aber wir können es alle. Du wirst erstaunt sein, wie gut Dein Körper und Dein Geist diesen Prozess machen. Es geschieht, Du beobachtest lediglich. Du wirst die Veränderung merken. Der Widerstand löst sich in Klarheit auf. Mein Tipp zusammengefasst ist also: Sobald Du merkst, dass da Widerstände auftauchen und unangenehme Gefühle, ziehst Du Dich zurück und atmest. Lässt es “so sein” und beobachtest wie es sich verändert. Für diese Art der Arbeit ist es gut, öfter zu meditieren und sich in diese beobachtende Haltung einzuüben. Denn die Achtsamkeitshaltung brauchst Du für diesen Prozess. Wenn es nicht klappt, melde Dich noch mal. Ich bin da und wir können auch gern darüber telefonieren.

  2. Anne

    Seit Wochen kämpfe ich mit einem riesigen Problem – und jetzt scheint es mir plötzlich klar: Warum – ich in dieser Situation bin und wie hilft sie mir beim Wachsen. Wahnsinn! Ganz klar plötzlich. Danke Dir!

  3. Maria Elena

    Du schaffst es immer wieder innere Prozesse so klar in einfache Worte zu fassen, die jeder versteht. Eine tolle Gabe. Danke für diesen wundervollen Artikel.

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